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Animal Factory - Rache eines Verurteilten
Animal Factory - Rache eines Verurteilten
Originaltitel: Animal Factory
UK 2003
| Produktionsland: | USA |
| Erscheinungsjahr: | 11.09.2003 |
| Länge: | 91 Minuten |
| Originalsprache: | Englisch |
| Altersfreigabe: | FSK 12 |
| Regie: | Steve Buscemi |
| Drehbuch: | Edward Bunker, John Steppling |
| Produktion: | Steve Buscemi.. Danny Trejo, |
| Musik: | John Lurie |
| Kamera: | Phil Parmet |
| Schnitt: | Kate Williams |

Animal Factory
Rache eines Verurteilten 
Steve Buscemi nimmt sich in seinem zweiten Spielfilm das Gefängnisfilmgenre vor. Das psychologisch tiefgründige Drama, das in einem verkommenen Staatsgefängnis spielt, legt großen Wert auf die leisen Zwischentöne. Edward Furlong spielt einen verdrießlichen Drogendealer aus der gesellschaftlichen Mittelklasse, der plötztlich in einer ihm fremden Welt landet. Seine hämische Verachtung wirkt auf die abgebrüten Delinquenten wie eine Herausforderung und macht ihn erst recht zum potenziellen Opfer. Willem Dafoe, ein Schwerverbrecher, der im Gefängnisuntergrund geschickt die Fäden zieht, nimmt den Jungen unter seine Fittiche und gewährt ihm Schutz. Er fühlt sich offensichtlich zu dem hübschen Burschen hingezogen und die sexuelle Spannung zwischen beiden durchzieht den gesamten Film. Es ist jedoch ihre komplizierte Freundschaft die letztlich das Rückgrat der Geschichte bilden wird. Buscemi gibt der Entwicklung seiner Geschichte ausreichend Freiraum und vermeidet die üblichen Klischees des Genres, um die oftmals finsteren Beziehungen zwischen den Gefängnisinsassen zu erforschen. Dabei spielt die brutale Hackordnung ebenso eine Rolle wie die immer spürbare Rassentrennung. Vieles wird in seiner Bedrohlichkeit lediglich angedeutet, Spannungen werden nur selten in sich entladende Gewalt überführt. Dem Film fehlt vielleicht die starke erzählerische Kraft. Buscemis Sensibilität für seine Figuren und seine klare Inszenierung machen jedoch diesen Umstand mehr als wett. Dafoe ist brilliant in der Rolle des grinsenden Schlitzohrs. Sein rasierter Kopf und seine messerscharfen Zähne suggerieren bedrohliche Selbstsicherheit und Furlong weiß nur allzu gut um sein völliges Ausgeliefertsein in dieser gefährlichen Welt. Tom Arnold überzeugt als Furcht einflößender Brutalo und Mickey Rourke ist mit seinem haarsträubenden Make-up in der Rolle von Furlongs Zellennachbar bis zur Unkenntlichkeit entstellt. --Sean Axmaker| < Zurück | Weiter > |
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